VfB 1912 nach Kniesche-Dreierpack im Achtelfinale
Als Zuschauer musste man schon pünktlich zum Anpfiff an der Bande stehen, denn schon nach 40 Sekunden schoss Felix Kniesche die Gäste in Führung und legte mit einem Heber wenig später nach. Was für ein Blitzstart, den die bissig und konzentriert loslegenden Hohenleipischer hinlegten. Aber nach einem Ballverlust an der Mittellinie musste VfB-Keeper Max Kotte sein Können aufbieten (16.). Mitte der ersten Hälfte kamen Felix Kniesche und Florian Vogt zu guten Abschlussmöglichkeiten, verzogen jedoch genau wie Cornel Böhme per Freistoß. Mit einem Kopfball knapp neben den langen Pfosten sollte Andrè Hönow die beste FSV-Möglichkeit vergeben (26.). Die Einheimischen bemühten sich, kamen jedoch fast immer einen Schritt zu spät und in der 31. Minute musste einer der Ihren auf der Linie gegen Louis Reichmanns Ball Richtung leeres Tor vor der Linie klären. Nur eine Minute später klärte der Heim-Keeper im zweiten Nachfassen bei Florian Vogts Kopfball, der sogleich eine Großchance auslassen sollte (36.). Fast im Gegenzug allerdings hielt Max Kotte im Herauslaufen den Vorsprung für seine Elf. In den fünf Minten vor der Pause verpassten die Gäste gleich mehrfach die Führung auf ein beruhigendes Maß auszubauen, wobei u.a. Cornel Böhme den Tormann aus 25 Metern zu einer starken Parade zwang.
Er war es auch, der nach Wiederbeginn – Hohenleipisch spielte bis zur 60. Minute energisch auf das dritte Tor – aus acht Metern mit etwas zu viel Rücklage den Ball die Querlatte streifen ließ (55.). Der VfB wirkte bei aller Überlegenheit insgesamt zu verspielt und die gutstehende FSV-Abwehr brachte immer wieder ein Bein dazwischen. Auch aus der Distanz, wie durch Leonard Kotte klappte es nicht und Schlussmann Benjamin Neuber lenkte die Kugel noch zur Ecke (69.).
Ein Zwei-Tore-Vorsprung ist bekanntlich durchaus riskant und mit dem Anschlusstreffer (75.) nach einem FSV-Konter waren die Mittenwalder auch plötzlich wieder drin im Spiel und legten sich stark ins Zeug. Nur kurz jedoch musste sich die VfB-Elf schütteln und mit seinem satten Schuss von halbrechts knapp über den Kasten (82.) setzte Cornel Böhme quasi das Zeichen zum Schlussspurt, der nur zwei Minuten später auch Erfolg zeigte. In unnachahmlicher Manier netzte Felix Kniesche zum Endstand ein.
Der Hohenleipischer Sieg gegen tapfer gegenhaltende FSV-Kicker geht am Ende voll in Ordnung, hätte freilich eher in die berühmten trockenen Tücher gebracht werden müssen. So konnten auch die mitgereisten VfB-Anhänger, die knapp die Hälfte der 150 Zuschauer ausmachten, zufrieden die Rückfahrt antreten.
Damit steht der VfB Hohenleipisch als einer von vier Landesligisten im Landespokal-Achtelfinale, das am 11. Oktober ausgespielt wird und in dem neben zwei Landesklassenteams noch zehn höherklassiger Vereine (1x 3. Liga, 2 x RL, 4 x OL, 3 x BBL) vertreten sind. (ft)
FSV: Neuber, Boock, Becker, Kemnitz, Fischer, Gründemann, Maaß, Hönow, Krüger (73. Seelig), Lehmann, Pielat.
VfB: M. Kotte, Janke (46. Matthäus), Heiner, Zeiler, Pospischil (88. Mehnert), Walter, Böhme, L. Kotte, Vogt (60. Preibisch), Reichmann (88. Schmidtke), Kniesche (88. F. Wenig).
Tore: 0:1, 0:2 Kniesche (1., 7.), 1:2 Gründemann (75.), 1:3 Kniesche (84.).
Schiedsrichter: Stefan Hübner (Potsdam), Zuschauer: 150





































